Umbautagebuch

Der erste Schritt - Mein Trans Am

am 16.06.2013


Wir schreiben den 12. Juni 2013… Auf diesen Tag habe ich lange gewartet. Nein, nicht nur, weil es mein 18. Geburtstag ist. Ausgerechnet heute habe ich nach jahrelanger Suche durch einen großen Zufall einen Pontiac Trans Am Targa V8 mit 5.0 Liter Motor entdeckt. Von genau diesem Auto träume ich seit meinem 4. Lebensjahr. Das Fahrzeug steht in Holland und nach einem ausführlichen Telefonat mit dem Verkäufer ging es bereits einen Tag später zur Besichtigung dort hin. Nach 600 Kilometern fahrt stand er dann da, tief versteckt in einer Seitengasse…


Die Begeisterung war groß! Natürlich hat er für sein Alter einige Schönheitsmacken, hier und da ist der Lack ab, die Fahrertür hat zwei größere Risse und auch der Motor ist etwas verölt. Aber man darf nie vergessen, das Auto ist 30 (!) Jahre alt und es existieren nur noch sehr wenige Modelle von diesem Typ. Daher wurden wohl einst auch die Beifahrertür und die Heckklappe (die sich auch gar nicht mehr öffnen lässt) aufgebrochen, dort fehlen die Schlösser. Der gefplegte Innenraum dafür hat mich aber umso mehr begeistert, dort hatte der Vorbesitzer nämlich neue schwarze Ledersitze eingebaut.


Der Pontiac war seit 15 Jahren in Familienbesitz, wurde sichtlich liebevoll gepflegt und stand stehts in der Garage! Nach langen Gesprächen und Bekanntschaft mit der ganzen Familie des Verkäufern, einigen Problemen mit der Abmeldung in Holland (in Holland meldet man Fahrzeuge auf der Post ab!?) und schwerem Abschied der Vorbesitzer ging es mit dem Trans Am auf den Heimweg – nein; nicht auf dem Hänger, sondern mit roten Überführungs-Kennzeichen… Nachdem der Motor anfangs noch ziemlich unruhig lief – der Trans Am hatte auch ein Jahr lang gestanden – erholte er sich von Kilometer zu Kilometer. Das änderte trotzdem nichts daran, dass ich leicht schwitzige Hände hatte… immerhin lagen noch rund 600 Kilometer vor mir! Regelmäßige Pausen zum Abkühlen haben viele Schaulustige angelockt, viele Fotos wurden gemacht.


Spät in der Nacht kam ich dann an und konnte es mir natürlich nicht verkneifen noch einmal durch die Stadt zu „blubbern“ bis sich der Trans Am schließlich an seinem künftigen Stellplatz ausruhen durfte. Ein aufregender Tag…